Peter Krobath: Wenn ich die Stimmung von
Auf Wolke 7 in einem Satz beschreiben soll, dann fällt mir ein alter Schlager ein: Junge Leute brauchen Liebe.
Michael Grimm: Die Grundidee war schon, eine leichte Teenie-Komödie zu machen.
Peter Krobath: Was reizt einen 42jährigen Regisseur an diesem Genre?
Michael Grimm: Ich wollte einen Unterhaltungsfilm machen, völlig abseits von all den Sozialdramen, die bei uns dauernd produziert werden. Dazu kam der Anreiz, mit leicht überzeichneten Charakteren zu arbeiten und das Ganze in Kombination mit Musik zu einem Kinofilm für ein junges Zielpublikum zu entwickeln. Das Genre der Teenie-Komödie hat mich immer schon sehr fasziniert. Mir gefällt die Sehnsucht der Figuren. Da wird immer das Boy-meets-Girl-Thema variiert. Man weiß eh, dass sie am Ende zusammenkommen. Die Frage ist nur: Was passiert dazwischen mit den Figuren? Was machen sie, damit sie diese Liebe kriegen? Wobei ich glaube, dass sich das ein Leben lang nicht ändert.
Wenn du keine fixe Beziehung hast, kannst du dich sehr schnell in all den Fragen wiederfinden, die eine gute Teenie-Komödie ausmachen. Natürlich hast du mit zunehmendem Alter etwas mehr Lebenserfahrung als ein Teenager, sonst hätte man ja umsonst gelebt, aber ob die Sehnsüchte andere geworden sind? Ich glaube nicht. In einer Teenie-Komödie ist halt mehr Unschuld im Spiel. Weil das alles noch unverbrauchter ist.
Peter Krobath: Auf Wolke 7 spielt in der österreichischen Provinz, in einem kleinen Ort an einem See...
Michael Grimm: Im Sommer vor drei Jahren haben der Drehbuchautor Manfred Rebhandl und ich überlegt, mit welcher Geschichte man ein schnell zu realisierendes Low Budget Projekt auf die Beine stellen könnte. Daraus entstand eine Storyline, die in Windischgarsten angesiedelt ist, wo der Manfred eben herkommt. Deshalb sind wir auch dort gelandet. Aber ich finde, die ländliche Umgebung passt ausgezeichnet.
Auf Wolke 7 könnte nie in der Stadt spielen. Man könnte maximal in die Vorstadt gehen.
Peter Krobath: Ihr hattet 20 Drehtage in Windischgarsten, Ende Mai bis Mitte Juni 2003, mit einem jungen Team und mit Schauspielern, die einmal abgesehen von Georg Friedrich, auch noch eher neu im Geschäft sind...
Michael Grimm: Die meisten hatten die Schauspielschule entweder gerade abgeschlossen oder gehen immer noch in die Schauspielschule. Wir haben aber die Rollen bewusst nicht nach Typen besetzt, sondern wandelbare Schauspieler gesucht. Das sieht man zum Beispiel auch daran, dass Georg Friedrich für seine Rolle 12 Kilo Muskeln auftrainieren musste. Bei der Entwicklung der Charaktere haben wir sehr körperlich gearbeitet, Basis für jede Figur war das Gehen. Dadurch wurde die Geschichte noch überzeichneter als geplant.
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